„Einfach klasse, was hier alles gemacht wird!“ – Tag der offenen Tür im Sozialzentrum sorgt für Überraschung

Das Sozialzentrum in der Hermann-Löns-Straße ist ein vertrauter Anblick in Friedberg. Vor fast 30 Jahren hat der Förderverein Sozialstation Friedberg e.V. es errichtet, und er unterhält es bis heute. Die meisten Menschen in der Region kennen das markante Gebäude mit der halbrunden Glasfront – von außen. Doch was alles in ihm steckt, wissen viele Bürgerinnen und Bürger tatsächlich nicht genau. Dementsprechend großes Interesse weckte der Tag der offenen Tür, zu dem der Förderverein eingeladen hatte. Eine willkommene Gelegenheit, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Vorsitzender Dr. Hannes Proeller begrüßte die Gäste aus der Bürgerschaft sowie zahlreiche politische Mandatsträger, Vertreter des Gesundheitswesens, der Kirchen und der im Sozialzentrum beheimateten Institutionen, Nachbarn und Bewohner. In entspannter Atmosphäre verdeutlichte er die Aufgaben des Fördervereins, der soziale und karitative Projekte und Institutionen, insbesondere die Sozialstation Hochzoll Friedberg, finanziell unterstützt und ihnen mit dem Sozialzentrum auch ein Dach gibt.
Großes Lob für die Arbeit des Vereins kam von Friedbergs Erster Bürgermeister Roland Eichmann. Er unterstrich, dass die 120 Jahre alte Institution, aus der Bürgerschaft heraus gewachsen, bis heute aktuell und lebendig sei. „Dieses ehrenamtliche Engagement macht unsere Stadt aus: Unterstützung leisten für die, die Hilfe brauchen“, betonte Bürgermeister Eichmann und sprach dem Förderverein seinen Dank aus. „Mein Wunsch wäre, dass jeder Bürger per Geburt Mitglied werden sollte.“ Auch Melita Resler, Geschäftsführerin der Sozialstation Hochzoll Friedberg und Umgebung, ging auf die Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements ein, in Zeiten, in denen viel Arbeit im sozialen Bereich gefragt sei. „Aktionen wie die heutige unterstreichen die Wertigkeit unserer sozialen Arbeit.“
Was im Sozialzentrum in dieser Hinsicht alles angeboten und geleistet wird, zeigten eindrucksvoll die Führungen für die Gäste. Diese ließen sich von den Vorstandsmitgliedern Horst Knote und Andreas Weindl die unterschiedlich genutzten Räumlichkeiten zeigen und waren sichtlich überrascht über das große Angebot an Leistungen und Beratungen, unter anderem des Caritasverbands Aichach-Friedberg. „Wir sind eigentlich fast im ganzen Haus vertreten und bieten hier inzwischen über 20 Dienste an“, erklärte Geschäftsführer Robert Winzer. Als Beispiele seien etwa die Allgemeine Sozialberatung, Schuldner- oder Insolvenzberatung zu nennen, ebenso wie die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB), Gesetzliche Betreuung, Ambulant Betreutes Wohnen, die Friedberger Tafel oder der ambulante Hospizdienst St. Afra. „Wir sind sehr froh, dass wir hier sein dürfen und wünschen uns, dass das noch lange so bleibt“, verlieh Robert Winzer seiner Dankbarkeit Ausdruck.
Beeindruckend waren auch die Einblicke in weitere Bereiche des Sozialzentrums. So vermietet der Förderverein selbst auch zahlreiche Wohnungen und Appartements an Menschen mit eingeschränkter Mobilität – wohlgemerkt für einen überaus moderaten Quadratmeterpreis. Eine besondere Form des Wohnens bietet die CAB Behindertenhilfe der Caritas mit einer Wohngruppe für Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen. Die Erläuterungen von Sami Leising, der die Wohngruppe leitet, sowie der Einblick in das Zimmer einer Bewohnerin, die ihren persönlichen Bereich gerne für die Gäste öffnete, sprachen überzeugend von der Teilhabe, die hier ermöglicht wird. Ebenso wie die Informationen, die Susanne Schnitzhofer und Simone Hiltner zur Offenen Behindertenarbeit der CAB anschaulich vermittelten. Eine weitere Station auf dem Rundgang durch das Sozialzentrum war das Büro der Selbsthilfegruppe der Krebsnachsorge Friedberg/Aichach, wo Leiterin Elisabeth Egger die Arbeit beschrieb. Zum Mittelpunkt beim Tag der offenen Tür wurde die Tagespflege der Sozialstation Hochzoll Friedberg im Erdgeschoss des Sozialzentrums. Die ansprechenden Räumlichkeiten boten den zahlreichen Gästen Gelegenheit zum Austausch. Das Team der Sozialstation sorgte zudem für detaillierte Informationen zu Hausnotruf, ambulante Pflege, Tagespflege und mehr.
Die Besucherinnen und Besucher zeigten sich rundherum begeistert. „Mir war gar nicht klar, wie groß das Gebäude eigentlich ist. Es ist einfach klasse, was hier alles gemacht wird“, beschrieb Johann Ueltzhöfer seine Eindrücke. Seine Frau Manuela stimmte ihm zu und unterstrich, wie wichtig es sei, diese Einrichtung zu unterstützen „und ganz besonders den Förderverein, der das alles ermöglicht.“
Die Gäste und Mitarbeitenden sind glücklich über die neue Terrasse

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